Antworten auf die Fragen der Medien
Warum hat sich die Gesellschaft dazu entschlossen, die Geschäftstätigkeit nach Gleitwitz zu verlegen?
Trotz der guten Zusammenarbeit und der großen Sympathie, die wir Euroterminal entgegenbringen, müssen wir leider feststellen, dass der Terminal in Sławkowo seine maximale Auslastungskapaziät erreicht hat und in der gegenwärtigen Form für eine weiteres dynamisches Volumenwachstum nicht vorbereitet ist. Die Grundvoraussetzung für eine Entwicklung des intermodalen Transports ist, dass jeder Zug, jeder LKW und jeder Container am Terminal gemäß den Erwartungen unserer Kunden betreut wird, d.h. schnell, reibungslos und zuverlässig. Die Erweiterung der Terminaltätigkeit auf Gleiwitz stellt nur die Bestätigung dessen dar, wovon wir bereits seit einigen Jahren reden. In Polen sind eine moderne Terminalinfrastruktur, ein geschlossenes Verbindungsnetz zwischen den Terminals und zuverlässige Verladevorrichtungen erforderlich. Um ein weiteres Wachstum sicherzustellen und die Tätigkeit in Übereinstimmung mit der Strategie zu entwickeln, und somit Jahr für Jahr die Anzahl der zufriedenen Kunden und der transportierten Ladungen zu erhöhen, müssen wir solche Schritte unternehmen, die es uns ermöglichen, weiterhin ein starkes und stabiles Glied in der Lieferkette zu bilden. Seit 2009 ist PCC Intermodal S.A. eine Aktiengesellschaft - jeden Tag suchen wir die besten logistischen Lösungen für unsere Kunden, und erhöhen somit den Wert der Firma zur Zufriedenheit unserer Aktionäre. Der Terminal auf dem Gelände des Schlesischen Logistik Zentrums in Gleiwitz ist der nächste entschiedene Schritt und ein weiterer Impuls zu einer noch schnelleren Entwicklung.
Bedeutet dies, dass Sie von dem Bau des Terminals in Sosnowiec zurücktreten?
Mit Sicherheit nicht. Unsere Investitionspläne sind Teil der Entwicklungsstrategie der Gesellschaft und wir werden sie konsequent in die Tat umsetzen. In Kürze nehmen wir den neu errichteten Terminal in Kutno in Betrieb.
Apropos, wann nehmen Sie Kutno in Betrieb?
So, wie wir es angekündigt haben, werden die Bauarbeiten im August abgeschlossen und der Termnial in Kutno wird im September eröffnet.
Genau wann?
Die offizielle Einladung mit dem genauen Datum und dem Eröffnungsprogramm geben wir Ihnen innerhalb der nächsten Tage bekannt.
Ok, aber lassen Sie uns auf Gleiwitz zurückkommen. Wie ist die Verlegung der Aktivitäten vom Terminal in Sławkowo, wo Sie Zugang zu Breitspurgleisen hatten, in Bezug auf Ihre Expansionspläne nach Osten, Rußland und die Ukraine zu verstehen?
Wir hatten praktisch keine Gelegenheit die Breitspurgleise des Euroterminals in Sławkowo zu nutzen. Wie ich bereits erwähnt habe, ist die Entscheidung über die Verlagerung nach Gleiwitz durch die Tatsache begründet, dass der Terminal in Sławkowo einfach nicht über die technischen Möglichkeiten verfügt, die steigende Anzahl an Zügen und Containern abzuwickeln. Deshalb ist ein dynamisches Wachstum und die Aufnahme neuer Verbindungen (unter anderem nach Osten) zu diesem Terminal nicht mehr möglich. Das Verladen auf Breitspurgleise erfolgt an den Terminalen an den Grenzen (in Brześć/Grodno), wohingegen der Terminal in Kutno die Rolle eines Hubs - eines Verladeterminals sowohl für die Ost-West als auch die Nord-Süd-Verbindungen übernehmen wird.
Wann genau beabsichtigen Sie die Tätigkeit von Słowkowo nach Gleiwitz zu verlegen?
Offiziell beginnen wir mit der Nutzung des Terminals im Schlesischen Logistik Zentrum in Gleiwitz im August dieses Jahres. Die Umleitung der Züge aus Sładowo nach Gleiwitz wird schrittweise erfolgen und wir nehmen an, dass dies 2-3 Monate in Anspruch nehmen wird. Außerdem ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Teil der Züge weiterhin am ET in Słakowo abgewickelt wird. Wie ich bereits erwähnte, nehmen wir im September den Terminal in Kutno in Betrieb und gleichzeitig nehmen wir unsere Tätigkeit in Gleiwitz auf. Die Arbeiten für die Vorbereitung des Ausbaus des Terminals in Brzeg Dolny und für den Bau des Terminals in Sosnowiec sind bereits im Gange. Wir suchen wieterhin intensiv nach Baugeländen für den Bau des Intermodal Terminals in der Region Süd-Ost Polen und wir arbeiten an einem Konzept für den Bau eines Intermodal Container Yards in der Region Tczew. So sehen kurz zusammengefasst unsere Entwicklungspläne in Polen für die nächsten Jahre aus.
Sie haben sehr ehrgeizige Investitionspläne. Die Haupttätigkeit von PCC Intermodal besteht jedoch in der Abwicklung von Transporten. Was bereiten Sie hier in der nächsten Zeit vor?
Das Antriebsrad unserer Transportaktivitäten und der Entwicklung unseres Netzes wird die Eröffnung des Terminals in Kutno sein. Dieses moderne Objekt in der Region Mittelpolens ermöglicht es uns, unsere regulären Verbindungen mit Rotterdam und den deutschen Häfen (Hamburg/Bremerhaven) effektiver zu machen und diese in Richtung Osten (Moskau) zu verlängern. Durch die Aufnahme einer neuen Verbindung nach Südeuropa (über Sopron/Ungarn) bieten wir einen regelmäßigen Verkehr zwischen den Hafenterminals an der Ostsee (Danzig/Gdingen) und der Adrai (Koper).
Wenn wir über Intermodal Verkehr sprechen, darf dabei nicht vergessen werden, dass Investitionen in die punktuelle Infrastruktur (Terminale) mit dem Ausbau des Verbindungsnetzes einhergehen müssen. Die Idee des Intermodal Verkehrs beruht auf der Arbeitssynergie. Wir verbinden die Vorteile von zwei Transportmitteln (Bahn und LKW), um den Kunden eine maximale Effektivität bei der Lieferung von Containerladungen zu gewährleisten. Der Hauptvorteil des Intermodal Verkehrs ist die Optimierung der Lieferkette, sowohl hinsichtlich der Transportzeit als auch der Kosten. Ohne Standorte, an denen ein effektives Umladen der Güter aus dem Zug in den LKW und umgekehrt möglich ist, wäre der Ausbau des Verbindungsnetzes uneffektiv. Eben aus diesem Grund sind, insbesondere unter der Berücksichtigung der hervorragenden Lage Polens, für die Abwicklung von inländischen und internationalen Intermodal Transporten solche Objekte wie in Kutno erforderlich.
Eine der Schlüsselinvestitionen von PCC Intermodal ist heute der Bau des Containerverlade- und Lager Terminals in Kutno. Wird dieses Vorhaben gemäß Plan, also noch in diesem Jahr realisiert?
Die von uns nicht beeinflussbaren Witterungsbedingungen betrachtend, die im Frühjahr vorlagen und die gegenwärtig herrschen, planen wir, den Terminla im Sommer 2011 in Betrieb zu nehmen.
Wie viel wird dieser Terminal kosten?
In der ersten Etappe ein wenig mehr als 40.000.000 PLN
Welche Vorteile bringt der Terminal in Kutno der Gesellschaft?
Wir beabsichtigen u.a. ein modernes Verladeterminal in Brzeg Dolny für die Abwicklung der Ladungen in der Region Niederschlesien zu bauen. Das Bauvorhaben könnte gegen Ende des nächsten Jahres beginnen und zur Jahreswende 2012/2013 fertig sein. Ein weiteres Ziel ist der Ausbau des Terminals in Kutno. Die Umsetzung der zweiten Etappe dieses Bauvorhabens ermöglicht eine Verdoppelung der Verladekapazität für dieses Objekt zum Ende des Jahres 2013. Die Kosten belaufen sich auf etwa 30 Mio. Zloty. Wir besitzen ebenfalls Grundstücke in Sosnowiec, wo wir den Beginn des Baus des dritten Terminals für das Jahr 2012 planen. Schließlich ist ein Teil des Geldes für den Kauf von Bahnplattformen bestimmt, die dem Containertransport dienen sollen. Gegenwärtig nutzen wir über 400 Plattformen verschiedenster Art, wovon 122 unser Eigentum sind.
Und um welche Strecken geht es?
Wir beabsichtigen u.a. ein modernes Verladeterminal in Brzeg Dolny für die Abwicklung der Ladungen in der Region Niederschlesien zu bauen. Das Bauvorhaben könnte gegen Ende des nächsten Jahres beginnen und zur Jahreswende 2012/2013 fertig sein. Ein weiteres Ziel ist der Ausbau des Terminals in Kutno. Die Umsetzung der zweiten Etappe dieses Bauvorhabens ermöglicht eine Verdoppelung der Verladekapazität für dieses Objekt zum Ende des Jahres 2013. Die Kosten belaufen sich auf etwa 30 Mio. Zloty. Wir besitzen ebenfalls Grundstücke in Sosnowiec, wo wir den Beginn des Baus des dritten Terminals für das Jahr 2012 planen. Schließlich ist ein Teil des Geldes für den Kauf von Bahnplattformen bestimmt, die dem Containertransport dienen sollen. Gegenwärtig nutzen wir über 400 Plattformen verschiedenster Art, wovon 122 unser Eigentum sind.
Die Gesellschaft bereitet die nächste Aktienemission vor. Wie viel soll das Einbringen?
Die Außerordentliche Aktionärshauptversammlung in dieser Angelegenheit findet am 21. Dezember statt. Es ist die Emission von 20 Millionen Aktien geplant, was bei dem heutigen Stand der Aktien einen Emissionswert von mehr als 100 Millionen Zloty entspricht.
Was habt ihr mit so viel Geld vor?
Wir beabsichtigen u.a. ein modernes Verladeterminal in Brzeg Dolny für die Abwicklung der Ladungen in der Region Niederschlesien zu bauen. Das Bauvorhaben könnte gegen Ende des nächsten Jahres beginnen und zur Jahreswende 2012/2013 fertig sein. Ein weiteres Ziel ist der Ausbau des Terminals in Kutno. Die Umsetzung der zweiten Etappe dieses Bauvorhabens ermöglicht eine Verdoppelung der Verladekapazität für dieses Objekt zum Ende des Jahres 2013. Die Kosten belaufen sich auf etwa 30 Mio. Zloty. Wir besitzen ebenfalls Grundstücke in Sosnowiec, wo wir den Beginn des Baus des dritten Terminals für das Jahr 2012 planen. Schließlich ist ein Teil des Geldes für den Kauf von Bahnplattformen bestimmt, die dem Containertransport dienen sollen. Gegenwärtig nutzen wir über 400 Plattformen verschiedenster Art, wovon 122 unser Eigentum sind.
Nimmt der Hauptaktionär Herr Waldemar Preussner an dem Angebot teil?
Eher nicht. PCC SE ist und bleibt der Hauptanteilseigner und die geplante Emission wird eine Emission ohne Bezugsrecht sein
Dies könnte Investoren vom Kauf der Aktien abhalten.
Das glaube ich nicht. Vor einem Jahr hat PCC SE ebenfalls nicht an der Emission teilgenommen und trotzdem war die Nachfrage größer als das Angebot. Mehr noch, Personen, die damals die Aktien zu einem Emissionspreis von 3.- PLN gekauft uns sie bis heute nicht verkauft haben, können mit einer Profitrate von über 100% rechnen. Darüber hinaus erhalten wir dauernd Signale von Investoren, die bereits jetzt weitere Aktien kaufen würden.
Haben Sie bereits die 20 Mio. Zloty aus der Emission des vergangenen Jahres ausgegeben?
Das gesamte Geld war für den Bau des Terminals in Kutno bestimmt. Erst wenn wir ihn zur Nutzung freigeben, und somit das im Prospekt angegebene Ziel realisiert haben, beginnen wir mit dem nächsten Angebot.
Und ab wann ist mit Gewinnen zu rechnen? Seit der Gründung von PCC Intermodal sind immer noch Verluste zu verzeichnen.
Wir rechnen damit, dass es uns bereits bereits im 4. Quartal dieses Jahres gelingen wird, ein Plus zu erwirtschaften. Die nachfolgenden Quartale sollten dann nur noch besser werden.
Wie sieht gegenwärtig die Struktur der Einnahmen der Gesellschaft aus und wird sich diese ändern?
Heute stammen 40% unserer Einnahmen aus dem Eisenbahntransport, und zu jeweils 30% aus dem Straßentransport und Verladungen. In der Zukunft wird die Struktur ähnlich aussehen. Vielleicht wird einzig der Verladeanteil ein wenig wachsen, denn in unseren Terminals werden wir ebenfalls Dienstleistungen für externe Firmen anbieten.
Welche dieser Tätigkeiten ist am rentabelsten?
Dies lässt sich nicht so einfach festlegen. Die meisten Leistungen beruhen auf der Abholung von Containern von der Tür des einen Kunden und der Lieferung an die Tür des zweiten. Dies bedeutet meistens, dass wir die Ladungen zuerst auf Lkws laden, mit denen wir sie an den Terminal liefern, von wo aus sie auf die Schiene umgeladen werden. Mit dem Zug werden sie zum nächsten Terminal transportiert, wo sie wieder auf den Lkw verladen und an den Bestimmungsort geliefert werden. Für diese Leistung stellen wir eine Rechnung aus, auf der einzeln die Kosten für die einzelnen Transporte und die Verladungen aufgeführt sind.
Auf irgendeine Art und Weise kalkulieren Sie jedoch ihre Preise?
Selbstverständlich. Ganz allgemein ausgedrückt kann man sagen, dass wir auf die Verlade- und Straßentransportleistungen, die zu unseren Gunsten von externen Firmen erbracht werden, eine Gewisse Gewinnspanne aufschlagen, mit der wir sehr bescheiden verdienen. Am schlechtesten sieht es beim Schienentransport aus, denn hier müssen wir sehr hohe Gebühren für die Nutzung der zur staatlichen PKP PLK gehörenden Bahninfrastruktur zahlen. Viel schlimmer noch, wir können diese Kosten nicht auf die Endkunden abwälzen, denn Straßentranportunternehmen bieten niedrige Preise, da sie keine so hohen Gebühren für die Straßennutzung zahlen müssen, wie wir für den Zugang zu den Eisenbahnlinien.
Woher also die Hoffnung auf eine Verbesserung der Lage und somit auf das Erzielen eines Nettogewinns?
Erstens erhöhen wir systematisch die Einnahmen. Dank des größeren Maßstabs unserer Tätigkeiten können wir die Kosten besser verwalten und beschränken. Wir werden über eigene Terminals verfügen, was uns das Ereichen von höheren Gewinnspannen für das Umladen und Lagern von Containern ermöglicht. Schließlich ermöglicht die Modernisierung der Eisenbahnlinien einen schnelleren Transport der Ladungen und die Kontrolle der Straßentransportunternehmen schränkt eine unlautere Konkurrenz von deren Seiten ein, die auf der Überschreitung der erlaubten Arbeitszeit und der zulässigen Tonnage der transportierten Ladungen beruht. Ebenfalls ist die systematisch steigende Anzahl der in Polen und der gesamten Region Mittel- und Osteuropas transportierten Container nicht zu vergessen.
Ist das Konzept „Lkws auf Schienen“ ökologisch sinnvoll und gibt es eine Chance, diese Idee zu realisieren?
Intermodaler Transport bietet eine effektive und ökologische Methode für Optimierung der Lieferkette.
Es ist wohl für uns alle wichtig, auf leereren und sichereren Straßen zu fahren und in einer grünen und sauberen Umwelt zu leben. Dieses Ziel soll mithilfe der einheitlichen und ökologischen Transportpolitik der EU, die die Richtung und den Umfang der notwendigen und unentbehrlichen Maßnahmen genau bestimmt, erreicht werden. Gleichzeitig werden verschiedene Programme zur Förderung der Transporte und der Entwicklung/Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur eingeleitet. Der Eisenbahntransport ist zweifellos eine der saubersten und der sichersten Transportarten, deswegen scheint es selbstverständlich zu sein, die Ladungen von den Straßen auf die Schienen zu verlagern.
Leider ohne eindeutige Förderung des Bahnverkehrsektors ist für Polen Erfüllung der auf die europäischen Länder auferlegten Normen zur Einschränkung des schädlichen Einflusses des Transportes auf die Umwelt nicht möglich.
Es ist dabei wichtig, die Situation gut zu verstehen und die richtigen Proportionen zu bewahren. Es geht u.a. um solche Bestimmung der Spielregel, damit sich der Eisenbahntransport und der Straßengüterverkehr gegenseitig ergänzen und unterstützen könnten. Im Endeffekt wird es zur Verbesserung der Dienstleistungen mit einer gleichzeitigen Reduzierung der Transportkosten und einem positiven Einfluss auf die Umwelt führen.
Das bildet die ganze Genese und die Quintessenz der intermodalen Verkehre – eines modernen und zukunftsorientierten Transportzweiges im vereinigten Europa, der sehr notwendig, jedoch immer noch unterschätzt in unserem Lande ist.
Aus diesem Grund ist das Schlagwort „Lkws auf Schiene“ eine vernünftige und selbstverständliche Folge der allgemeinen Entwicklung... Jedoch ohne langfristige und konsequente Förderungspolitik für die intermodalen Transporte seitens des Staates bleibt das Schlagwort immer noch inhaltsarm.
Intermodale Verkehre
Intermodal bedeutet nicht Massenverkehr...
In den westeuropäischen Ländern wurde längst festgestellt, dass die Entwicklung der intermodalen Verkehre eine entscheidende Rolle für die weitere Funktionierung der modernen Bahntransporte spielt. In einigen Jahren werden die intermodalen Verkehre einen getrennten Transportzweig bilden, der die besten Eigenschaften der Eisenbahn- und Straßengütertransporte verbinden wird.
Es ist von Bedeutung, dass diese Transporte richtig und nicht als Transport von Kohle, Zuschlagstoff oder Kalk verstanden werden. Intermodal platziert sich nicht im Eisenbahnsegment für Massentransport von Gütern. Die Differenzierung zwischen den weit voneinander entfernten Bereichen gibt die Chance für einen raschen Anstieg des Anteils von Intermodal am Gütertransport. Damit sich Intermodal gemäß den europäischen Standards entwickelt, ist eine stabile Politik des Staates erforderlich. Unter anderem sind es ähnliche Gebühren für den Zugang zu der Eisenbahn- und der Straßeninfrastruktur für den Containertransport.
Momentan machen intermodale Transporte in Polen 2-3% aller Eisenbahntransporte aus und haben sekundäre Bedeutung. Um dies zu ändern und das durchschnittliche europäische Niveau von über zehn Prozent zu erreichen, ist das Verständnis für die Spezifik dieser Verkehre, sowie konsequente, ihre Entwicklung stimulierende und fördernde Politik notwendig.
Was ist überhaupt der intermodale Verkehr und ist Gdynia ein guter Ort für Funktionierung einer Firma?
Intermodal – vom Hafen vor die Tür des Kunden und zurück.
Die aus Gdynia stammende Firma, PCC Intermodal S.A., feiert in diesem Jahr ihren 5. Geburtstag. Der Betreiber des intermodalen Containertransports stellte Linienverbindungen aus Zentral- und Südpolen sowohl zu den Häfen Gdańsk und Gdynia, als auch direkte internationale Verbindungen mit den Seehafen-Terminals in Hamburg, Bremerhaven und Rotterdam zur Verfügung.
Der intermodale Transport bedeutet Beförderung einer Ladung (z.B. eines Containers oder eines wechselbaren Kastens) vom Punkt A zum Punkt B mithilfe von mindestens zwei Transportträgern. Im Fall von PCC Intermodal ist das Nutzung des Bahntransportes auf längeren Strecken und des Lkw-Transportes für lokale Lieferung direkt vor die Tür der Kunden im Aktionsradius von mehreren Dutzend Kilometer vom Binnen-Umschlagterminal.
Gdynia ist ein natürlicher Ort zur Ausübung der intermodalen Tätigkeit sowohl wegen der Nähe zu den Häfen und den Seehafenterminals als auch wegen der hohen Konzentration der Transport- und Logistikbranche. Wir haben gute Kenntnisse über die Arbeitsspezifik unserer Kunden und Partner, was uns hilft, auf die Marktbedürfnisse flexibel reagieren, die schwierigsten Logistikprobleme schnell und effektiv lösen, sowie die Transportprozesse optimieren.
Fünf Jahre lang haben wir uns entwickelt. Aus einer einige Mitarbeiter anstellenden Firma, die Dienstleistungen ausschließlich für die PCC-Gruppe erbrachte, wurden wir zum Marktführer in Polen im Gebiet der intermodalen Verkehre. Wir sind auch die erste und bisher die einzige Gesellschaft aus der intermodalen Branche, die an der Wertpapierbörse in Warschau notiert. In allen unseren Betrieben stellen wir über 100 Personen an, wovon über 40 im Büro in Gdynia arbeiten. Die intermodalen Transporte bilden in Polen einen immer noch wenig bekannten und unterschätzten Transportzweig. Der Anteil der intermodalen Verkehre am Eisenbahntransport beträgt in unserem Land lediglich 2-3%, während in Europa die intermodalen Verkehre bereits über ein Dutzend aller Bahntransporte ausmachen. Wir laufen also Europa hinterher und versuchen, möglichst schnell die ungünstigen Statistiken zu verbessern.
Seit 2008 realisieren wir auch internationale Transporte: aus/zu den deutschen Häfen (Hamburg, Bremerhaven), wo wir, ähnlich wie nach Gdańsk und Gdynia, einen alltäglichen Service anbieten, sowie aus/nach Rotterdam, das wir 3 mal wöchentlich bedienen.
In Gdynia befindet sich der Hauptsitz der Firma, während die Betriebe Mitten im Lande ihre Standorte haben. Eben dort, in den Binnenterminals werden die notwendigen Umschlagmaßnahmen durchgeführt, die es erlauben, die Ladungen entsprechend zu verteilen und weiter direkt vor die Tür der Kunden, an die genannte Adresse zu liefern.
Warum gerade Intermodal?
Ich glaube, dass in unserem Lande Initiativen gebraucht werden, die einen Schritt nach vorne und nicht einen Schritt zu spät machen. Intermodal befindet sich in Polen erst in der Vorphase. Die intermodalen Verkehre machen in Polen lediglich 2-3% aus, während in Europa die Zahl über ein Dutzend beträgt. Unser Engagement an Entwicklung dieser neuen Branche gibt uns viel Zufriedenheit und lässt uns deutliche Änderungen in diesem Transportsektor beobachten. Am Intermodal sehen wir eine große Entwicklungschance für unser Land und unsere Region und damit eine Business-Chance für die Gesellschaft, die ich leite. Die letzten fünf Jahre zeigen, dass die von uns am Anfang gesetzten Ziele und Pläne keine Utopie, sondern richtige Herausforderungen sind, die moderne, wirtschaftlich effiziente und umweltfreundliche logistische Lösungen auf den polnischen Transportmarkt einführen. Wir entwickeln uns ständig. Im Dezember hatten wir unser erfolgreiches Debüt an der Wertpapierbörse und in diesem Jahr – gemäß unserem Plan und den unseren Investoren gemachten Versprechungen – bauen wir den ersten Umschlagterminal für Zentralpolen in Kutno. Wir setzten in Gang und entwickeln ständig ein Netz von inländischen und internationalen Eisenbahn-Linienverbindungen zwischen den Seehafen- und Binnen-Umschlagterminals... Intermodal bedeutet dynamische Entwicklung und ständige Herausforderungen, denen wir nicht widerstehen können.
Sie kamen als erste in Polen und bisher die einzige Gesellschaft aus der Branche an die Börse. Wie kamen Sie auf diese Idee, sie existieren auf dem Markt erst seit fünf Jahren?
Das ist richtig. Wir sind eine junge Gesellschaft. Unsere Tätigkeit charakterisiert sich jedoch mit einer sehr hohe Anstiegsdynamik. Wir haben eine klar genannte Entwicklungsstrategie. Wir sehen das Marktpotenzial und nutzen es. Wir gingen an die Börse um Kapital für Finanzierung unserer Investitionsprojekte zu gewinnen und um den Markt mit unserer Branche – die bisher in Polen wenig populär und praktisch unbekannt war - bekannt zu machen. Wir haben eine gute Entwicklungsidee, wir wissen, was zu verbessern ist, damit die Entwicklung schnell und qualitativ perfekt ist. Wir sind auf unserem Markt Pionier des modernen Intermodals – wir warten nicht auf fertige Lösungen – wir schaffen diese.
Warum Ihrer Meinung nach entschlossen sich andere Firmen nicht für ein Börsedebüt?
Um erfolgreich die Börse zu gehen ist vor allem eine Geschäftsvision, eine gute Strategie notwendig, die man determiniert realisieren muss. Wir diskutieren in Polen viel und gerne, jedoch wir tun zu wenig. Unser Grundsatz lautet: das Handeln ist wichtiger als die Worte und das wichtigste ist das Wort zu halten. Jetzt bauen wir gemeinsam einen Terminal in Kutno, vor uns stehen neue Herausforderungen und neue Investitionen.
Es muss sehr schwierig sein, eine Gesellschaft zu leiten, die in unsicheren Umständen funktioniert.
Nehmen Sie europäische Firmen zum Vorbild? Dort ist Intermodal besser entwickelt. Bedarf intermodaler Verkehr in Polen eine besondere Handhabung?
In Polen bauen wir erst die Terminalinfrastruktur. Die Eisenbahninfrastruktur wird ständig modernisiert. Die Probleme auf den polnischen Straßen sind uns allen bekannt. Zusätzlich werden unverständliche Entscheidungen ohne logischen Zusammenhang getroffen, die einen normalen und marktgerechten Wettbewerb zwischen den Transportzweigen verhindern. Es gibt auch keine klaren Rechtsvorschriften und die bereits bestehenden werden nicht konsequent vollgezogen (z.B. Arbeitszeiten der Lkw-Fahrer, zulässiges Bruttogewicht und Achsenlast im Straßengüterverkehr!). Wir haben keine klaren und deutlichen Förderungsmechanismen für Entwicklung des intermodalen Transports. Wir müssen also feststellen, dass wir unter anderen Umständen funktionieren als die Intermodalfirmen in Westeuropa. Damit können wir nicht direkt aus den Erfahrungen unserer Auslandskollegen lernen. Trotz allem streben wir danach, ein europäisches Niveau von Intermodal in Polen zu erreichen.
Wie sehen Sie die Zukunft dieses doch sehr jungen Transportzweigs in der Perspektive der nächsten fünf Jahre?
Wenn die Bedingungen und die Kosten des Zugangs zu der Eisenbahn- und der Straßeninfrastruktur ausgeglichen werden, werden intermodale Transporte sicherlich zu einem sich am raschesten entwickelten Transportzweig, der die besten Eigenschaften des Bahn- und Straßengüterverkehrs verbindet. In einigen Jahren wird PCC Intermodal ihre Investitionspläne realisiert und ein Netz von modernen Umschlagterminals in Betrieb gesetzt haben. Dies ermöglicht weitere Reduzierung der Betriebskosten, Optimierung der Umschlagmaßnahmen und Verkürzung der Lieferzeiten. Die erste Investition – der Terminal in Kutno – nehmen wir im Dezember dieses Jahres in Betrieb. Die Zukunft von Intermodal ist also sicher. Die Frage ist nur, ob er sich schnell entwickeln oder ob es eher ein Hindernislauf sein wird.
Wann können die Investoren die ersten Effekte erwarten? Wann erwarten Sie die ersten Ergebnisse, die für die Aktionäre Gewinne bringen?
Kommt eine zweite Emission?
Was soll man PCC Intermodal wünschen?





